Anders

 

Polyamorie, trans*, offene Beziehung, homosexuell – die Liste könnte unendlich sein. Vor allem im Bereich der Sexualität haben wir immer wieder unsere Probleme mit Menschen, die nicht unserer Vorstellung entsprechen. Dies, weil wir eine Norm verinnerlicht haben, die für uns als die einzig richtige gilt: Eine monogame, heterosexuelle Beziehung mit bestenfalls zwei Kindern.

 Der Grund, weshalb so viele Menschen alles, was von dieser Norm abweicht, ablehnen, ist Angst. Angst, dass es einen selber betreffen könnte und so ihr eigenes Modell in Frage gestellt wird.

Wir Menschen versuchen, Normen zu setzen, diese als richtig und gültig zu «vertreten/anzunehmen», um für uns selber Sicherheit zu schaffen. Begegnet uns etwas, das anders ist, stellt das scheinbar unser eigenes System in Frage. Indem wir das Andere abwerten, werten wir unser eigenes auf.

Das ist sehr schade und auch total unnötig. Viel schöner wäre es, wenn wir uns interessieren und in einen Dialog begeben könnten, offener zugehen und uns fragen würden, was andere Menschen anders und was sie allenfalls gleich machen, wieso das so ist, oder wieso etwas so empfunden wird.

In der Konsequenz wäre es natürlich sehr schön, wenn auch wir uns flexibler benehmen und ausprobieren dürften, ohne dass es dann immer an unseren Grundfesten rüttelt.